Dienstag, 20. Dezember 2011

Familienwahnsinn: Böse Kinderärzte und andere Übel...

Heute war ein Termin beim Kinderarzt angesagt, nachdem ich per Zufall irgendwie seine handschriftliche Terminangabe vom letzten Mal doch noch als Dezember entziffern konnte. Es wäre ja auch zu schwer mir endlich eine Karte mit den bei uns üblichen Impfterminen mitzugeben, die doch einige Male von der Deutschen, die ich noch immer habe, abweicht.

Wie bereits letztes Mal beim Arzt fand sie den Herr Doktor zum Schreien schrecklich. Kaum kam rückte er ihr mit dem Massband in die Nähe, ging das Geheul los und endete auch erst nach der hinterhältigen Mess- und Wägenattacke in Mamas Arm wieder.
Anschliessend war aber auch noch die besagte Impfung angesagt. Skeptisch liess sie sich auf den Behandlungstisch legen und das Knie festhalten und piiiigs… Nichts! Kein Geschrei, keine Träne, nichts.
Fazit des Kinderarztbesuchs: Arzt böse, Spritze egal!

Der grosse Kampf mit dem Kinderwagen

Die grosse Aufgabe des Tages folgte aber noch. Naja, nicht für Töchterchen. Sie konnte auf dem Heimweg friedlich und warm eingepackt in ihrem Wagen sitzen, während ich mich abmühen durfte.
Am Morgen gestaltete sich der Weg ja noch einigermassen begehbar. Zumindest hatte ich die Möglichkeit den relativ steilen - und völlig zugeschneiten - Abhang direkt vor meiner Wohnungstür mit Kinderwagen und Tochter drin hinunterzurutschen. Doch der Rückweg bot mir diese Option leider nicht mehr. So musste ich eben jenen Abhang nun wieder irgendwie hinauf kommen. Was sich alles andere als einfach gestaltete.

Nachdem ich mich durch drei Schritte vor und zwei zurück bis zur Mitte vorgekämpft hatte, ging es gar nicht mehr weiter, eher im Gegenteil; ich war drauf und dran mitsamt Kinderwagen den Hang gleich wieder hinunter zu rutschen. Die vermeintlich rettende Lösung bot sich mir in Form des Feldes neben der Strasse dar. Doch hatte ich erst einmal den Kinderwagen mit Müh und Not ins Feld buxiert, steckte ich dort im Tiefschnee fest. Zwar drohte mir nun nicht mehr das Hinunterrutschen, allerdings ging es auch nicht weiter vorwärts. Und zu allem zu befand sich der Eingang zu meiner Wohnung ohnehin auf der anderen Seite der vereisten Schlittenbahn... pardon: Strasse.

Schlussendlich bahnte sich aber doch noch meine Rettung, in Form einer Nachbarin, ihren Weg durch das Schneegestöber. Zu Zweit gelang es dann tatsächlich den Kinderwagen irgendwie an unser Ziel zu hieven. Ansonsten würde ich wohl noch immer draussen zwischen Feld und Strasse festsitzen… als Schneefrau mit Kind!

Kommentare:

  1. Zwei Dinge machen mit Kleinkind so richtig Spaß: Arztbesuche und Schnee. Ich werde mich dieses Jahr auch wieder mit dem Kinderwagen durch die weiße Pracht wühlen messen - FALLS es denn hier mal schneien sollte.

    Aber schön, wenn man diesen Events mit Humor begegnen kann, denn es gibt wirklich Schlimmeres ;-)

    Es grüßt
    Yvonne

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  2. Dann schicke ich nun etwas Schnee in deine Richtung ;-)
    Obwohl mittlerweile sind hier die Strassen auch wieder frei... jetzt wo ich einen Schlitten für solche Fälle hätte (allerdings befürchte ich, ich wäre auch mit dem nicht viel besser den Hügel hoch gekommen)!

    lg sarah

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