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Mittwoch, 18. Januar 2012

Die verzweifelte Suche nach dem guten Buch

Entweder bin ich in letzter Zeit zu einem überaus kritischen und schwer vollends zu begeisternden Leser geworden oder es geraten schlichtweg die falschen Bücher in meine Hände. Jedenfalls vermisse ich nun schon seit einer ganzen Weile Romane wie „Die Königsmörder-Chronik“ („Der Name des Windes“ und „Die Furcht des Weisen“) oder Kinderbücher wie „Wer hat sich da versteckt? ...und wird dann doch entdeckt!“ oder „Der fliegende Holländer“, die von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen und mich begeistert zurückliessen.
Obwohl der letzte von mir rezensierte historische Roman „Die Gewandschneiderin“ absolut vielversprechend begann und ich die ersten Kapitel vollends der Überzeugung anheim viel, endlich wieder einmal ein erstklassiges Buch in den Händen zu halten, so konnte sich auch in diesem Fall die Spannung nicht bis zuletzt halten. Es blieb zwar durchaus interessant und unterhaltsam, das Grandiose, welches der Anfang versprach, war jedoch verflogen und hinterliess einzig ein flaues Gefühl im Magen.
Auch der soeben durchgelesene Ratgeber „Simplify your life – Mit Kindern einfacher und glücklicher leben“, kam nicht über eine gutgemeinte Ansammlung von oberflächlichen und grösstenteils bekannten Tipps hinaus, die zwar kurzweilig zu lesen, mehr aber auch nicht, waren. Von meiner letzten Rezension im Fantasy-Bereich reden wir besser erst gar nicht.
Rückblickend muss ich zugeben, ging ich bei meinen allerersten Rezensionen wohl tatsächlich etwas weniger kritisch ans Werk, aber keineswegs kritiklos! Aber auch nachträglich betrachtet, habe ich damals eindeutig die besseren Bücher erwischt!
Nun, weitere Rezensionen werden folgen und ich hoffe schwer – für mich, aber auch für alle die hier lesen – bald wieder einen wirklich guten Buchtipp abgeben zu können!

Samstag, 31. Dezember 2011

Von Silvesterabenden und guten Vorsätzen


Bereits ist wieder der letzte Tag des Jahres 2011 angebrochen und ich versuche mich gerade zurückzuerinnern, was ich um diese Zeit vor einem Jahr gemacht habe.
Feiern zumindest war damals nicht gross angesagt. Dafür war meine Tochter einfach noch zu klein und unruhig. Wie soll es auch anders sein, wenn plötzlich diese seltsamen farbigen Lichter laut knallend am Himmel auftauchen! Trotzdem haben wir es tatsächlich noch irgendwie geschafft uns einige Feuerwerke anzusehen; vom Dach eines Hauses, was mit umgebundenem Baby ebenfalls nicht ganz einfach war dort die schmale Treppe (die eher einer Leiter glich) hinaufzukommen.
In diesem Jahr ist noch gar nichts geplant und so werden wir uns das ganze, sofern die Kleine mitmacht, ganz einfach von zuhause aus ansehen oder mit einem Abendspaziergang verbinden.

Vorsätze zum neuen Jahr… oder doch besser nicht

„Vorsätze sind da, um gebrochen zu werden.“ Besagt ein altes Sprichwort. Und genau deshalb mache ich mir gar nicht erst irgendwelche Vorsätze nur weil gerade ein neues Jahr im Anmarsch ist. Schliesslich kann ich mir gute Vorsätze auch an jedem anderen Datum machen und die Wahrscheinlichkeit, dass ich diese dann auch tatsächlich halte, ist auf diese Weise ebenfalls weitaus höher. So werde ich mir die Vorsatz-Ausdenkerei für heute sparen, damit ich mir auch üblicherweise darauffolgende Vorsatzbrechen sparen kann.
Und nun nimmt es den ein oder anderen vielleicht wunder, was ich mir denn überhaupt für Vorsätze setzen würde. Nun, bezüglich dieses Blogs würde ich mir wohl vornehmen etwas häufiger einen neuen Beitrag zu schreiben und wie es der Untertitel auch besagt, mehr Rezensionen. Zudem schiebe ich bereits seit Ewigkeiten eine grundlegend andere Gestaltung des Blogs vor mich her, da ich befürchte, dann wieder etliche Stunden herumbasteln zu müssen, bis es auch nur halbwegs so aussieht, wie ich das möchte. Aber wir werden sehen!
Wie meine weiteren Vorsätze aussehen würden, wenn ich den welche hätte, verrate ich hier allerdings nicht!

Na gut, einen Vorsatz habe ich mir doch genommen, nämlich allen Lesern ein gutes neues Jahr zu wünschen. So will ich diesen auch gleich in die Tat umsetzen:

Ein wunderschönes, erfolgreiches und fantastisches neues Jahr wünsche ich euch!

Montag, 5. Dezember 2011

Weihnachten in Malta oder im Sommerkleid unterm Weihnachtsbaum!


Zugegeben, bis Weihnachten dauert es doch noch ein paar Tage. Trotzdem präsentiert sich die Insel Malta bereits Anfang Dezember von seiner weihnachtlichen Seite. Nicht nur durch die oftmals sehr bunte und blinkende Beleuchtung zahlreicher Strassen und Gassen, auch Weihnachtsbäume finden sich einige auf der südlich von Sizilien gelegenen Mittelmeerinsel. Künstliche oder importierte Tannenbäume in Hotels und mit Lämpchen verzierte Palme oder wie ich es nenne, Weihnachtspalmen!

Sommerkleidung und Weihnachtspalmen

Auch wenn die Dekoration und die hin und wieder vernehmbaren Weihnachtslieder die Jahreszeit und bevorstehenden Festtage mehr als genug verdeutlichen, will wirkliche Weihnachtsstimmung trotzdem höchstens abends nach Sonnenuntergang aufkommen. Wenn man am helllichten Tag bei knapp 20 Grad in Sandalen und kurzer Kleidung etwa durch die schmalen Strassen der Hauptstadt Valletta schlendert und dabei auf an der Hauswand empor kletternde Dekor-Weihnachtsmänner trifft, bekommt das Ganze für uns Kälte gewohnten Leuten aus dem Norden irgendwie etwas surreales.

Schnee in Malta

Um trotz der sommerlichen Temperaturen in den Genuss von Schnee zu kommen, haben sich die Malteser jedoch etwas einfallen lassen. So fanden wir inmitten eines Kaufhauses eine durchsichtige Plastikkugel vor, in deren Innerem Kinder im Schneegestöber spielten. Die Schneeflocken schienen allerdings weder nass noch kalt zu sein... aber immerhin waren sie weiss und weich.

Winter, Sonne und Meer

Anstelle des künstlichen Schneegestöbers genoss ich allerdings lieber die Sonne. Und die liess sich trotz kurzem Regenguss während des sommerlichen… Verzeihung, winterlichen Inselaufenthalts reichlich blicken. Entsprechend durfte auch Sonnencreme und Sonnenhut (zumindest für den Nachwuchs) nicht fehlen. Das Meerwasser zeigte sich jedoch trotz Sonnenschein und hohen Temperatur von seiner frostigen Seite. Baden war da doch eher etwas für die weniger zimperlichen und ich muss zugeben, ich selbst habe ebenfalls den Innenpool des Nachbarhotels bevorzugt. Auf jeden Fall aber hat Sonne, Wärme, Kultur und mit offenen Türen Busfahren (auf der englisch anmutenden linken Strassenseite) im weihnachtlichen Dezember eindeutig etwas für sich!



Lektüren und Reiseführer von Malta: 

Montag, 21. November 2011

Das gemeinsame Sorgerecht – Wohl oder Übel?

Aufgrund des aktuellen Beschlusses des Bundesrates, der künftig das gemeinsame Sorgerecht bei Trennung oder Scheidung zum Regelfall machen will, habe ich beschlossen ebenfalls noch einmal etwas zu dem Thema zu schreiben.

Um es als gleich vorweg klarzustellen, ich stehe der Einführung des gemeinsamen Sorgerechts in der Schweiz mehr als nur ein wenig skeptisch gegenüber. Liebe Väter, reisst mir jetzt nicht gleich den Kopf ab! Natürlich verstehe ich die Beweggründe der Väterorganisationen, die sich dafür eingesetzt haben und die Grundzüge sind auch keineswegs schlecht, trotzdem wage ich es einige kleine Denkanstösse dazu anzustellen.

Sorgerecht und Sorgepflicht – das Ungleichgewicht zwischen den Elternteilen

Aus rein logischer Betrachtungsweise müsste ein gemeinsames Sorgerecht auch die Wahrnehmung derselben Pflichten beinhalten. Dies ist allerdings zwangsläufig nur in den seltensten Fällen auch nur annähernd möglich. Weitaus häufiger hat der Vater seine Kinder lediglich jedes zweite Wochenende für ein oder zwei Tage bei sich und verbringt vielleicht einmal jährlich zwei Wochen Ferien mit ihnen. Den meisten reicht dies auch, ist die Kindererziehung doch anstrengend und zeitaufwendig. Nur wenige bemühen sich aufrichtig ihren Nachwuchs häufiger zu Gesicht zu bekommen. Vorgeschoben werden Zeitmangel aufgrund des Berufes und privater Aktivitäten. Vergessen wird hierbei gerne, dass der Grossteil der alleinerziehenden Mütter ebenfalls Erwerbstätig ist, denn Alimente sind höchst selten für den Lebensunterhalt von mehreren Personen ausreichend (sofern sie den überhaupt entrichtet werden). Eigene Interessen müssen da auf jeden Fall hinten angestellt werden und nicht bloss am Wochenende, falls es den der Terminkalender gerade erlaubt. 

Die böse Mutter, die dem Vater die Kinder vorenthält…

Dies ist wohl das verbreitetste Argument der Befürworter eines automatischen gemeinsamen Sorgerechts. Ich wage es nicht zu leugnen, dass es solche Fälle tatsächlich gibt. Ohne Frage, ist dies dem Vater gegenüber ungerecht und dürfte eigentlich nicht sein, zumindest nicht grundlos! Doch würde das gemeinsame Sorgerecht tatsächlich etwas daran ändern?
Ich wage es schwer zu bezweifeln. Bereits mit dem heute geltenden Recht, wird jedem Vater automatisch ein Umgangsrecht eingeräumt. Wird ihm dieses nicht gewährt, hat er seit jeher die Möglichkeit gerichtlich dagegen vorzugehen. Es ist gar so, dass gewichtige Gründe die gegen den Kontakt zwischen Vater und Kindern sprechen, erst von der Mutter bewiesen werden müssen, um ein begleitetes Besuchsrecht des anderen Elternteiles zu erwirken. Folglich würde sich mit dem gemeinsamen Sorgerecht daran rein gar nichts ändern. 

Gemeinsames Sorgerecht – eine gute Idee, die sich nur schlecht umsetzen lässt

Natürlich spricht grundsätzlich nichts gegen ein gemeinsames Sorgerecht. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich bei den betroffenen Eltern, um zwei vernünftige Erwachsene handelt, die auch nach der Trennung im Stande sind sachlich miteinander zu reden. Dies sind jedoch idealistische Vorstellungen, die kaum etwas mit der Realität zu tun haben. Ich selbst bin diesen einst aufgesessen und musste schmerzhaft erfahren, dass die Tatsachen anders aussehen. Sträubt sich einer gegen die Zusammenarbeit, bietet das gemeinsame Sorgerecht vielmehr die Möglichkeit einer ausgedehnten Schlammschlacht, welche nicht nur die Zeit, sondern auch die Nerven des erziehenden Elternteils unnötig strapaziert. Und schlussendlich sind die Leidtragenden einmal mehr die Kinder.

Weitere interessante Artikel zum Thema:

- Rechte von Alleinerziehenden in der Schweiz
- Die Situation alleinerziehender Mütter in der Schweiz



PS: Selbstverständlich gilt dasselbe auch immer für den umgekehrten Fall. Einem Vater, der sich weitgehend alleine um seinen Nachwuchs kümmert, gebührt ebenso das alleinige Sorgerecht, wie im erwähnten Fall der Mutter.

Dienstag, 15. November 2011

Wenn der Tag 48 Stunden hätte... wäre er noch immer zu kurz!

Wenn man meinen Blog ansieht, könnte man beinahe auf den Gedanken kommen, ich sei bei Halloween stehen geblieben oder gar an jenem Tag in die sagenhafte Anderswelt entführt worden. Dies ist aber keineswegs der Fall. Noch immer weile ich in der Menschenwelt und keine einzige Elfe, Fee oder Kobold hat sich bei mir blicken lassen. Noch nicht einmal ein als Hexe oder Dämon verkleidetes Kind hat sich nach Süssigkeiten bettelnd an meine Haustür verirrt. Wahrscheinlich wussten sie, dass sie bei mir leer ausgegangen wären, denn Süssigkeiten überleben bei mir nicht lange.

Was sich mir hingegen unausweichlich auf die Fersen geheftet hat, ist ein akuter Zeitmangel. Und dieser will und will sich einfach nicht abschütteln lassen. Hartnäckig scheint er an mir zu kleben. Ich habe es mit Uhr zurückdrehen, Batterien rausnehmen und Wecker an die Wand schmeissen versucht. Doch nichts nützt. Ich kann machen was ich will, die Zeit will sich schlichtweg nicht von mir aufhalten lassen!
Dabei spuken in meinem Kopf zurzeit so viele Projekte und Ideen umher, dass selbst ein 48 Stunden Tag noch immer zu kurz wäre. Mindestens ein dreifach so langer Tag wäre wohl notwendig, damit ich endlich wieder halbwegs hinterher kommen würde.

Hin und wieder ist es beinahe ein Fluch kreativ zu sein. Nicht nur, dass mittlerweile ganze vier umfangreichere Buchprojekte angefangen auf meinem Desktop herum schwirren und auf ihre Vollendung warten! Nein, dazu gesellen sich auch noch etliche angefangene Artikel und Kurzgeschichten, neue Artikelideen mit teilweise bereits zusammen recherchiertem Material und neuerdings hat sich auch noch ein Kinderbuch in die Liste der angefangenen Sachen gereiht. Letzteres entstammt zwar einer Jahrealten Idee, doch bisher existierte dazu einzig ein Gemälde des Titelhelden. Apropos Gemälde: auch da stehen noch haufenweise einst bepinselte und nie fertig gestellte Leinwände in meiner Wohnung herum. Zum Kinderbuch müssen selbstverständlich auch wiederum mindestens zwanzig Bilder gemalt werden!
Aber das Schlimmste ist, ehe ich ein Bild oder Text fertig gestellt habe, überfällt mich bereits wieder der Gedanke an das nächste und übernächste Projekt…




Montag, 31. Oktober 2011

Halloween - Spuk und Tradition der Kelten


Seit einigen Jahren ist Halloween auch hierzulande bekannt und beliebt. Beleuchtete Kürbisfratzen stehen vor den Hauseingängen, Hexen, Gespenster und andere unselige Wesen streifen von Tür zu Tür und betteln um Süssigkeiten oder aber hoffen einfach darauf maskiert den ein oder anderen Streich auszuhecken.

Was viele aber nicht wissen, ist dass Halloween keineswegs ein neumodisches Fest aus den Staaten ist. Denn schon vor Jahrtausenden wurden die Untoten und Anderswesen am Samhain genannten Tag mit Gebäck besänftigt. Ausserdem hofften die Menschen wichtige Ratschläge von den verstorbenen Ahnen zu erhalten.


Artikel zum Ursprung und der Herkunft Halloweens: 

- Ursprung und Herkunft von Halloween
- Halloween (Samhain) - Herkunft und Ursprung


Bild: Lilo Kapp  / pixelio.de und Rita Thielen  / pixelio.de



Montag, 24. Oktober 2011

Alle vier Jahre wieder! Wahlen 2011

Nun ist der Wahlsonntag bereits wieder Geschichte und die neu gewählten National- und Ständeräte grösstenteils bekannt. Für uns Schweiz Bürger heisst dies nun vor allem abwarten und beobachten was die dort oben in der kleinen und grossen Kammer des Parlaments anstellen. Ausserdem wirken nun die Strassen und Wege mit einem Schlag wieder leerer ohne die ganzen Wahlplakate und Köpfe der verschiedensten Kandidierenden, die uns allen aussichtsraubend unsere Stimme entlocken wollten.

Wer wissen möchte wie die Wahlen ausgingen findet hier die entsprechenden Artikel:

Dienstag, 18. Oktober 2011

Selbst ist der Mann... oder die Frau!

(c) Ingo Heemeier / pixelio.de
Manchmal ist es doch beinahe etwas befremdend, wie selbst heute noch, im Zeitalter der Emanzipation und Jahrzehnte nach Einführung des Frauenstimmrechts, angenommen wird, einzig Männer seinen dazu befähigt, einen Schlagbohrer zu bedienen. Lieblich zarte Frauenhände schaffen es schliesslich nicht, eine gerade mal 3kg schwere Maschine an die Wand zu halten und auf einen Knopf zu drücken!

Bisher habe ich es zwei Mal mehr oder weniger freiwillig einem Mann überlassen, ein Loch in eine meiner Wände zu bohren. Nach dem Versuch von Ersterem, hatte ich wie benötigt zwei Löcher in der Wand. Hinzu kamen allerdings zusätzliche drei Bleistift-Kennzeichnungen, die mehr in die Wand gedrückt, denn aufgezeichnet waren und folglich nur noch durch einen neuen Anstrich wegzukriegen waren. Das zweite „Aber“ brachte ein genauerer Blick zutage. Die Löcher befanden sich nämlich nicht auf derselben Höhe und folglich hing das Aufgehängte schief.

Der zweite „Bohrprofi“ schaffte es zwar tatsächlich, beide Löcher auf eine Linie zu bringen, doch hinter das schleunigst vor meinem Eintreten ins Zimmer angebrachte Brett mit Schwert, durfte man auch bei ihm nicht schauen. Den in der Wand befanden sich nicht zwei oder drei Löcher, sondern deren fünf. Die Durchmesser variierten zwischen Grösse Bohraufsatz und halber Krater und meine einst schöne Wand erinnerte an einen Bombenanschlag.

So beschloss ich nun also auf die „Hilfe“ eines Mannes zu verzichten und dies selbst in die Hand zu nehmen. Zugegeben mein erster Versuch mit einem geliehenen Akku-Schrauber ein Loch in die Wand zu bekommen wurde nicht von Erfolg gekrönt, aber immerhin war die Wand noch immer heil und harrte geduldig dem Einsatz eines Bohrers.

Einen solchen zu besorgen schlenderte ich also heute durch den Baumarkt. Nach der obligatorischen Runde an Deko- und Bastelartikeln vorbei landete ich schliesslich bei den Werkzeugen. Kaum dort angekommen, entdeckte ich auch bereits einige Schlagbohrmaschinen, die ich genauer unter die Lupe nahm. Kaum studierte ich das zweite Schild, als auch bereits ein Verkäufer (männlich wohlgemerkt!) auf mich zusteuerte und sich erkundigte, was ich denn suche. Nun, einen Bohrer… weshalb ich mich schliesslich auch in dieser Abteilung befand. Da ich mich also tatsächlich nicht in die falsche Abteilung verirrt hatte, kam auch schnell die nächste Frage: „Wofür möchte Ihr Mann den Bohrer denn verwenden?“ Schliesslich hat Frau mit Kinderwagen per Definition immer ein Exemplar der Kategorie Ehemann zuhause zu haben, insbesondere wenn es darum ging, ein Loch zu bohren.

Lange Rede kurzer Sinn: Schlussendlich habe ich meinen Bohrer gekriegt (mit dem Beipackzettel-Hinweis: Selbst ist der Mann!) und morgen werde ich mich tatsächlich trotz meinen Frauenhänden an die äusserst hoch-heikle Männerarbeit wagen, ein einfaches Loch in die Wand zu bohren.

Freitag, 30. September 2011

Kinderbücher für mich... äh, für mein Kind!


Kinderbücher sind schlicht und einfach etwas Tolles. Insbesondere wenn man sie zu Rezensionszwecken, praktisch frisch ab Druckerpresse, zugeschickt bekommt! So darf ich heute einmal mehr ein sehr schönes, neues Exemplar vom Verlag in den Händen halten und mich darüber freuen. Dieses Mal handelt es sich um ein Buch mit dem Titel „Warum der Schnee weiss ist“. Eine einfache, aber sehr fantasievolle Geschichte und dazu wunderschöne, bunte Bilder. Alles in allem also ideal für Kinder.

Und auch meine Tochter darf sich natürlich immer über diese ganzen Rezensionsexemplare freuen. Schliesslich wandern sie schlussendlich allesamt in ihr Bücherregal (das bereits jetzt umfangreicher ist als jenes mancher Erwachsener). Zugegebenermassen, zur Zeit bin es wohl trotzdem vor allem ich selbst, die sich für die Kinder- und Bilderbücher begeistert. Mit gerade mal sechzehn Monaten ist es ihr momentan noch ziemlich egal welche Geschichten ich ihr vorlese oder erzähle und welche farbigen Bilder ich ihr dazu vor den Kopf halte. Diese können also ein kleines, süsses, kuschliges Schaf zeigen oder aber genauso gut einen blutrünstigen Vampir auf der Jagd nach seiner nächsten Beute.
Hauptsache sie kann irgendwelche Seiten umblättern und nach einigen Minuten dann jede Einzelne davon herausreissen und nach und nach in immer winziger werdende Stückchen unterteilen…

Letzteres ist allerdings so gar nicht in meinem Sinn. Weshalb die Kinderbücher vorerst in meinen beschützenden Händen und in kindersicherer Höhe verbleiben. Sie erhält hingegen irgendwelche Werbekataloge zur Herstellung ihrer Konfetti.
In einigen Jahren wird sie die Bücher aber bestimmt ebenfalls zu schätzen und zu würdigen wissen und ich werde Wohl oder Übel die ganzen Kinderbücher ihr übergeben müssen. Ob ich den fliegenden Holländer, mein momentanes Lieblingskinderbuch, allerdings auch hergebe, weiss ich beim besten Willen noch nicht!

Mittwoch, 28. September 2011

Herbstgeflüster - Ein Gedicht zum Herbst


Die Tage werden kürzer,
Die Nächte lang.
Über allem schwebt ein bezaubernder Klang.
Der Wind singt rau,
Nebelschwaden steigen,
umhüllt alles mit herbstlichem Schweigen.

Die Blätter fallen,
die Bäume sich lichten,
traumhaft Fantastisches ist nun zu sichten.
Rot, orange und golden
Blätter leise zu Boden schweben
Mit ihnen sich Natur und Jahr zur Ruh begeben.

Der Sommer ist vorbei,
bereits der Winter ruft.
Abendlicher Glanz liegt in der Luft.
Die Natur in neuem Kleid.
Farbenpracht und Nebelschleier
Laden ein zur herbstlichen Feier.

Der Wind säuselt,
die Blätter rascheln.
Vögel versuchen die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen.
Die Tage werden kürzer,
die Nächte lang.
Horch und höre den Herbstgesang!



Bild 1: © Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Bild 2: © Dietmar Grummt / pixelio.de


Montag, 26. September 2011

Gedanken zum Herbst

Kaum hat der Sommer begonnen, ist er nun auch schon bald wieder vorüber und stattdessen klopft der Herbst an die Tür. Manch einer wird sich über die milderen Temperaturen und die herbstliche Farbenpracht freuen, andere allerdings werden dem viel zu kurzen Sommer nachtrauern. So oder so, der Jahresumbruch lässt sich weder aufhalten noch beschleunigen. Die Natur hat seit Jahrmillionen ihr eigenes Tempo und dieses können die Menschen glücklicherweise bisher nicht bestimmen.

Der Herbst – die Zeit der Farben und Erholung

Mit der Herbst-Tagundnachtgleiche, dem neuheidnischen (auf germanischen und gälischen Sitten basierenden) Mabon oder auch dem Erntedankfest, zieht ganz offiziell der Herbst ins Land ein. Nun verdrängen die länger werdenden Nächte allmählich wieder die Tage und somit kehrt die dunklere Jahreszeit zurück. Dies heisst aber keineswegs, dass nun alles düster und schwarz wird! Wer sich mit offenen Augen an die frische Luft begibt, wird schon bald eine wahre Farbenpracht antreffen können. Aber der Herbst ist nicht nur eine Zeit der Farben, sondern seit jeher auch der Erholung. Nachdem die Ernte eingebracht wurde und für den Winter eingelagert, hatte die ländliche Bevölkerung nun den grössten Teil der Arbeit dieses Jahres hinter sich und es galt zur Ruhe zu kommen und neue Kräfte zu sammeln. Obwohl diese Arbeitsaufteilung heute für den Grossteil der Menschen nicht mehr zutrifft, empfiehlt es sich doch, sich im Herbst auf die alten Sitten zu besinnen und Ruhe einkehren zu lassen, wie es selbst die Natur draussen vorlebt. Wofür sich wiederum ein Spaziergang durch den bunten Wald hervorragend eignet.

Sehen, Staunen und Entdecken im Herbst

Das unbeschwerte Schlendern durch die sich in stetigem Wandel befindende Natur, fördert nicht nur die innere Ruhe und körperliche Kondition, sondern lässt auch alle anderen Sinne aufhorchen. Während jüngere Kinder im farbigen Laub noch Elfen und Kobolde entdecken können, sind auch Erwachsene jeden Alters dazu eingeladen ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und zu träumen. Das Rauschen des Windes zwischen den kahler werdenden Baumwipfel, das Rascheln des Laubes unter den Füssen und die roten, gelben und orangen Blätter zwischen den Nebelschwaden verleihen dem Herbst etwas Bezauberndes und Geheimnisvolles.

Herbstliche Kreativität

Die bunten Blätter, Kastanien sowie abgestorbenes Holz und Moos bieten zudem insbesondere für Kinder allerlei Möglichkeiten sich Kreativ zu betätigen. Aber auch aus dem bunten Laubwerk können herrliche Dekorationen hergestellt werden und somit der Herbst mitsamt seiner beruhigenden Atmosphäre in die Wohnstube genommen werden. Nicht zuletzt bietet es sich nun auch an, Kürbisse für das am 31. Oktober stattfindende Halloween oder Samhain-Fest auszuhöhlen und aufzustellen.


Bild 1: © Gerd Altmann / pixelio.de
Bild 2: © Axel Kleinknecht / pixelio.de