Montag, 23. Februar 2015

Ein Regenwald-Terrarium entsteht

Heute mal ein Einblick in eines meiner grossen Hobbies: die Terraristik

Hierzu gehört keineswegs bloss das Halten nicht ganz alltäglicher Tiere, sondern ebenso die artgerechte Gestaltung und Bepflanzung der Terrarien. Und genau dies ist es, was ich euch heute zeigen möchte, der Innenausbau eines Terrariums.

Aus werkzeug- und kostentechnischen Gründen wurde ein angefertigtes Terrarium aus Glas genommen mit schräg eingebauten Boden, um das Wasser ablaufen zu lassen. Dies soll ein späteres versumpfen des Bodengrundes verhindern. Denn obwohl die zukünftigen Bewohner eine hohe Luftfeuchtigkeit lieben, möchten sie doch nicht immer auf nassem Grund sitzen.

Die ersten Schritte zum Regenwald-Terrarium.
Nach dem Reinigen mit Wasser und Essig wurde jener Teil, der einst zum Wasserfall/Bachlauf werden soll grob mit Styropor eingearbeitet. Erste Töpfe für die Bepflanzung wurden im gleichen Arbeitsgang mit PU-Schaum eingeschäumt. Hinter dem Styroporberg wurde ein freier Raum gelassen, in denn später der Schlauch der Wasserpumpe gezogen wird.

Als nächstes wurde das ganze Terrarium mit Styropor ausgekleidet. Dies lässt einiges an Gestaltungsmöglichkeiten zu und als positiver Nebeneffekt, dämmt es das Terrarium vor Kälte oder auch übermässiger Hitze ab. Kork und eine Wurzel wurden nun fest eingearbeitet und erste Versuche an der Struckturgebung unternommen.

Auf den Rohbau folgte ein Anstrich mit zwei Schichten weissem Fliessenmörtel und zuletzt einem schwarz eingefärbten, welcher in frischem Zustand mit Erde beflockt wurde. Für die linke obere und untere Ecke wurde je ein abnehmbarer PU-Schaum-Teil gefertigt und wie der Rest bearbeitet. Dies soll das Einsetzen und nötigenfalls Entfernen der Technik ermöglichen.

Eine Epoxidharzschicht später durfte das erste Grün einziehen. Zur Anschauung wurden auch erste bewegbare Dekorationselemente provisorisch im Terrarium eingebettet.



Nachdem die Betreibung des Bachlaufs nun beim zweiten Anlauf so funktionierte, wie sie sollte, wurden weitere Pflanzen eingesetzt, beziehungsweise auf den Wurzeln aufgebunden. Auch die erwähnten Abdeckteile - und natürlich die Pumpe mit Schlauch - des Bachlaufes wurden nun an ihren Platz gesteckt und im unteren Teil mit blauem Filterschwamm abgedichtet.



Doch wer darf denn nun überhaupt hier einziehen? 
Nachdem auch ein Nebler und das Licht (Tageslicht und UV) von aussen über der Gazeabdeckung installiert wurde, war langsam an den Einzug der Tiere zu denken. Natürlich wurden die Klimaverhältnisse noch mittels fest im Terrarium verkleptem Thermo- und Hygrometer überprüft und schneller als Erwartet, waren auch die vorgesehenen Bewohner gefunden.


 Ein Grüppchen von fünf kleinen Pfeilgiftfröschen. 
Um genau zu sein Epidobates anthonyi (Dreistreifen-Baumsteiger)



Weitere Infos finden sich auf unserer Tierseite: Terra-Aquatica
Direktlink zu Epidobates anthonyi, der sich auch unter der Rublik "Terraristik" finden lässt.