Mittwoch, 28. März 2012

Familienwahnsinn: In den Fängen des Kleinkindes

Mancher mag sich fragen, wo den mein nächster, längst anfallender Blogeintrag bleibt. Mir sind nicht etwa die Ideen ausgegangen. Keineswegs! Die zu bearbeitenden Rezensionsexemplare stapeln sich immer höher und auch der Berg an Ideen und Gedanken zu Sachartikeln wächst ins schier unermessliche und ist kaum noch als übersichtlich zu bezeichnen. Es herrschen so gesehen also die besten Voraussetzungen, schnell ganz viele Texte zu verfassen.
Doch woran liegt es denn, dass hier trotzdem so lange nichts Neues mehr aufgetaucht ist?
Nun, wer selbst Kinder hat wird es womöglich erahnen können. Denn ich bin sicherlich nicht die Einzige, die praktisch 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche von einem kleinen, überaus niedlichen Wesen herumkommandiert wird. So niedlich sie auch sind, so laut können sie auch Brüllen wenn ihre Untergebene – auch Mutter genannt – nicht schnell genug reagiert.

So befinde ich mich zurzeit vollends in den unerbittlichen Fängen meiner Tochter. Kaum setzte ich mich gemütlich zum Schreiben hin und die ersten Wörter bilden sich in meinem Kopf, schon werde ich weggezerrt oder weggeschubst.
Zugegen sie ist mit ihren 22 Monaten noch nicht genug stark, mich sprichwörtlich vom Stuhl zu schmeissen, doch das Schreiben gestaltet sich mit einem ungeduldigen am Unterarm hängenden Kleinkind ebenfalls nicht besonders einfach.
Beinahe noch schlimmer wird’s wenn ich sie hochhebe und bei mir sitzen lasse. Dies mag von aussen betrachtet anfangs noch so beschaulich anzusehen sein, kaum mache ich mich wieder dazu bereit in die Tastatur zu hauen, patschen da bereits zwei kleine, zierliche Händchen umher. Verständliche Worte oder gar Sätze kommen hierbei allerdings kaum heraus. Ein Totalschaden des Computers oder zumindest mit einem Zwangs-Neuaufsetzen ist hingegen wahrscheinlicher.
So lasse ich mich wohlweislich von meinem brillanten, nur noch aufs Aufschreiben wartenden,  künftigen Bestseller wegzerren und ins Reich der Plüschtiere, Bauklötze und rosa Puppen führen…

Kommentare:

  1. Ich wünsche dir weiterhin soviel Spaß mit deinem Minityrannen :-) Kann ich sehr gut nachvollziehen. Bei mir ist es inzwischen (nachdem meinen eigenen beiden derartigen Kommandeure selbst erwachsen sind) zwar "nur" der kleine Enkel, der mich, so oft er kann, auf Trab hält, aber das macht sich auch schon anständig bemerkbar.
    Und dennoch: Ich genieße jede Minute mit dem Kleinen (30 Monate alt) und freue mich mit ihm (natürlich auch mit meiner Tochter und meinem Schwiegersohn) auf das Wunschbrüderchen, das kommende Woche zur Welt kommen wird :-)

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  2. Danke dir.
    Da hast du Recht, auch wenn die Kleinen noch so anstrengend sind, hergeben würde man sie doch auf keinen Fall. Auch ich geniesse jede Minute mit meiner Tochter, schliesslich werden sie doch so schnell gross und in diesem Alter kommt jeden Monat etwas Neues dazu.

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  3. Ich kann das gut nachvollziehen! Vor allem das Schreiben mit einem Kleinkind auf dem Schoß, kann dann schon mal ungewöhnliche Worte hervorbringen. Mein Alltag gestaltet sich ähnlich, obwohl meine Drei schon dem Krabbelalter entwachsen sind. Sobald sie Mama am Rechner sehen, reagieren sie eifersüchtig und holen sich ihre so dringend benötigte Aufmerksamkeit. Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen... und halt bloß deine Ideen fest!

    Ganz liebe Grüße
    Sandra-Maria

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